No Nation, No „Frei.Wild“

Ich möchte keinen Menschen ständig seine Vergangenheit aufs Brot schmieren und selbstverständlich hat jede_r Mensch die Möglichkeit sich zu ändern. Im Fall „Frei.Wild“ liegt die Sachlage allerdings etwas anders. Hier wird sich nicht distanziert oder versucht mit Vorurteilen aufzuräumen, NEIN es wird sich munter der Vorurteile bedient und sie werden in Texten weiter verarbeitet. Völkische Ideale, Hetzende Parolen und vor allem eine Sexistische und Homophobe Einstellung wird offen zur Schau gestellt. Hier gibt es ein Stopp und wenn dies gewollt ist dann muss Band sich auch derartigen Anschuldigungen aussetzen. Der Verfassungsschutz beschäftigt sich da lieber mit „Feine Sahne Fischfilet“ nur weil die nicht in jedem Lied eine konstruierte Nation abfeiern. Da stellt sich mir ernsthaft die Frage…HABT IHR SIE EIGENTLICH NOCH ALLE??????? Aber lest selbst…

Quelle: „Antifa Info Newsletter vom 06.11.2012“

Rechtsrock-Konzert in Chemnitz
2. November 2012

Am Sonntag, dem 4. November ist in der Chemnitzer Arena ein Konzert der italienischen Band „Frei.Wild“ geplant. Die Band ist für ihre deutsch-völkischen und gewaltverherrlichenden Texte und Verbindungen zu rechten Parteien bekannt bzw. berüchtigt.
Örtlicher Veranstalter ist der lokale ostdeutschlandweit aktive Konzert- und Festivalveranstalter In Move, die Chemnitz Arena wird von einer Tochterfirma der Stadt Chemnitz betrieben.

Nachdem in einer Diskussion um Neonazismus und die Verbindungen zwischen Naziterrorgruppe NSU und rechter Musikszene in Günther Jauchs ARD Talksendung auch der rechte Charakter der Band Frei.Wild thematisiert wurde, sahen sich kommunalpolitisch Verantwortliche in anderen Städten in denen die Gruppe auf ihrer Tournee Station macht, wie der Oberbürgermeister von Dortmund Ullrich Sierau, genötigt, sich von der Band zu distanzieren und sich zu dem Sachverhalt zu erklären, dass die rechte Band in kommunalen Hallen auftreten kann und dort ihre Botschaften verbreiten und rechtes Publikum bedienen kann.
In Chemnitz war davon bisher nichts zu bemerken, obwohl am Sonntag mit der größten öffentlichen rechten Versammlung in der Stadt seit Jahren zu rechnen ist. Nur die Fraktion der Linken im Stadtrat distanzierte sich heute in einer kurzen Pressemitteilung von der Veranstaltung.
„Mit dem Konzert von Frei.Wild wird wieder einmal ersichtlich, wie es um das gesellschaftliche Klima in der Stadt Chemnitz bestellt ist. In Move als prominenter lokaler Veranstalter, der sonst Festivals wie With Full Force organisiert, ist sich nicht zu schade, trotz aller Kritik ein Konzert dieser aggressiv völkisch auftretenden Band zu veranstalten“, so Ulli Katlewski. „Noch in lebendiger Erinnerung dürften die Gewalt- und Morddrohungen von Fans der Band Frei.Wild gegen den Rapper Casper und die Chemnitzer Band Kraftklub sein, die bei der ARD – Veranstaltung Echo in einem Song die Auflösung der Band herbeiwünschten und sich von Nazis distanzierten.
In Move und die Chemnitz Arena wissen allerdings genau was sie tun, sie hoffen schlicht darauf, dass sich ein kauf- und saufkräftiges Publikum in Chemnitz zusammentun wird um das rechte Konzert zu besuchen.“ Mittlerweile hat sich eine Initiative bekannter Bands und Agenturen zusammengefunden, um auf die gefährlichen Entwicklungen in der Musikszene aufmerksam zu machen.

Weitere kritische Informationen zur Band Frei.Wild finden Sie unter:
Süddeutsche Zeitung
http://www.publikative.org/2012/10/31/frei-wild-unpolitischer-hass-auf-gutmenschen/
http://www.publikative.org/2012/10/26/kein-frei-wild/
http://antifameran.blogspot.it/p/freiwild.html
– Statement von Kraftklub und Casper gegen Frei.Wild

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